Home Page
Media Coverage
Proneuron Biotechnologies: Treatment for Spinal Cord Injury and other Neurological Disorders
Home Page
   Company
 
      Technology
 
       Therapies
 
       Clinical Studies
 
      News & Events
 
     Links
 
   Careers
 
Company News | Upcoming Events | Past Events | Email Alerts
Media Coverage: 2005-6 | 2003-4 | 2001-2 | 1998-2000

Tachles - Das Jüdische Wochenmagazin

Neues Verfahren wird getestet

Von George Szpiro

29. April 2005
5. Jahrgang
Ausgabe 17

Das Verfahren zur Wiederherstellung der Funktionen einer beschädigten Wirbelsäule, das den Namen Procord trägt, wurde von Michal Schwarz vom Weizmann-Institut in Rehovot entwickelt. Die 1995 gegründete Firma Proneuron Biotechnologies will das durch mehrere Patente in Amerika und in Europa geschützte Verfahren nun kommerziell umsetzen. Die Procord-Therapie soll bei Patienten zur Anwendung kommen, die nach einem Unfall querschnittgelähmt sind. In den vergangenen vier Jahren wurden klinische Tests durchgeführt, die vielversprechende Resultate aufzeigten. Allerdings ist es noch zu früh, um festzustellen, ob die Erfolge auch statistisch signifikant sind. Schwarz ging in ihrer Forschungsarbeit der Frage nach, wieso das zentrale Nervensystem nicht die Fähigkeit hat, sich zu regenerieren. Im peripheren Nervensystem ist das anders. Da werden nach einer Verletzung Makrophagen – das sind Funktionszellen des Immunsystems, die zu den Leukozyten (weissen Blutkörperchen) gehören – aktiv und entfernen die durch die Verletzung entstandenen Ablagerungen aus dem Körper. Sodann scheiden die Zellen Wachstumsfaktoren aus, die den Heilungsprozess beginnen. In den meisten Gewebearten funktioniert diese Prozedur, ausser im zentralen Nervensystem. Schwarz zeigte jedoch in ihrer Forschungsarbeit auf, dass speziell präparierte Makrophagen auch bei Wirbelsäulenverletzungen wirksam sein können. Hunderten von Laborratten wurde die Wirbelsäule durchtrennt. Nach einer Behandlung mit aktivierten Makrophagen konnte bei 60 Prozent von ihnen ein Heilungsprozess festgestellt werden.

16 Querschnittgelähmte getestet

Nach Abklärung der Ungefährlichkeit der Therapie in der ersten klinischen Versuchsphase befindet sich Procord nun in Phase II, in der die Wirksamkeit der Therapie festgestellt werden soll. Die Therapie besteht darin, dem Gelähmten innert vierzehn Tagen nach dem Unfall 200 Kubikzentimeter Blut und ein zwölf mal drei Zentimeter grosses Stück Haut zu entnehmen, die sodann während 36 Stunden im sogenannten Proneuron Cell Center verarbeitet werden. Dann werden die aktivierten Makrophagen dem Querschnittgelähmten während eines chirurgischen Eingriffs in die beschädigte Wirbelsäule geimpft. Dort sollen sie den Heilungsprozess stimulieren. Bis anhin wurden 16 Querschnittgelähmte getestet. Bei fünf von ihnen konnte nach Behandlung mit der Procord-Therapie eine markante Verbesserung der Funktionen entlang der ganzen Wirbelsäule festgestellt werden. Die klinischen Tests wurden sowohl in Belgien als auch in Israel, dort am medizinischen Zentrum Sheba des Tel Aviver Tel-Hashomer-Spitals, durchgeführt. Die Kosten für die Behandlung, zu der man auch Patienten aus dem Ausland einflog, wurden vollumfänglich von Proneuron Biotechnologies übernommen. Mit einem der erfolgreich Behandelten konnten Journalisten vor einigen Tagen bei einer Pressekonferenz in Jerusalem sprechen. Es handelt sich um einen arabischen Israeli aus der Stadt Umm El-Fahem. Er war als Bauarbeiter tätig, als er vor vier Jahren von einem Gerüst stürzte, sich die Wirbelsäule brach und querschnittgelähmt blieb. Heute kann er dank dem Procord-Verfahren und intensiver Physiotherapie seine Glieder teilweise wieder bewegen.

Behandlung gleich nach dem Unfall

Studien zeigen, dass bei zwei bis vier Prozent der Verunfallten eine spontane Heilung der Wirbelsäule eintritt. Bei den mit Procord Behandelten liegt die Heilungsrate zurzeit bei 30 Prozent. Allerdings ist es noch zu früh, um wirklich klare Aussagen zu machen. Bei bloss 16 Behandelten ist die Heilungsrate statistisch noch nicht aussagekräftig. Doch die Therapie scheint vielversprechend. Die von der amerikanischen Food and Drug Administration abgesegnete Phase II wird eine grössere Versuchsreihe umfassen. 60 Patienten sollen an dem Versuch teilnehmen, wobei ein Drittel von ihnen als Kontrollpersonen keine Therapie erhalten. Der Vergleich zwischen behandelten Patienten und der Kontrollgruppe wird die Antwort auf die Frage liefern, ob Procord die neue Hoffnung für Querschnittgelähmte ist. Die Behandlung hat allerdings einen Haken: Innert 14 Tagen nach dem Unfall muss mit der Behandlung begonnen werden, damit sie wirksam ist. Damit Patienten aus dem Ausland so schnell wie möglich mit Proneuron Biotechnologies in Kontakt treten können, steht eine amerikanische Hotline zur Verfügung, die 24 Stunden am Tag besetzt ist. Proneuron Biotechnologies plant weitere Anwendungen des Procord-Verfahrens, zum Beispiel bei Patienten, die infolge eines Gehirnschlages gelähmt sind. Allerdings befindet sich die Forschung diesbezüglich noch im Anfangsstadium.

© 2001 - 2005 tachles Jüdisches Wochenmagazin.
Jegliche Publikation dieses Artikels ohne Quellenangabe ist untersagt.


Disclaimer | Site Map | Home Page| Contact Us

Proneuron Biotechnologies is engaged in research
related to spinal cord injuries and paralysis cure.

Top of page Print this page
 























Our friends on the web
Judaica Shop
Spinal Cord Injury
Virtual Keyboard
Spinal Cord Injuries
Flowers Israel
Mobile NoteTaker
Marine Construction
Australia Flowers
Rugged Computers
Mobile Phone Disabler
Digital Pen